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| Frühwarnsystem für unseren Wald |
Der
Wald prägt das Landschaftsbild, bietet Lebensraum für Pflanzen und Tiere
und schützt vor Naturgefahren. Er ist wichtiger Energie- und Rohstofflieferant
sowie Trinkwasserreservoir. Wie steht es mit dem grössten und beliebtesten
Erholungsraum der Bevölkerung?
Im Auftrag von neun Kantonen und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) veröffentlicht
das Institut für Angewandte Pflanzenbiologie (IAP) im Frühling 2009 den
dritten Bericht über die Gesundheit unseres Waldes. Das IAP legte in
einer breit angelegten Studie während 25 Jahren umfangreiche Messreihen
auf 117 über die neun Kantone verteilten sowie 16 zusätzlichen ausserhalb
dieser Kantone liegenden Flächen an.
Insgesamt rund 12‘000 Fichten, Buchen und Eichen stehen unter Beobachtung.
Damit liegen in regelmässigen Zeitabständen zuverlässige und regionenüber-
greifende
Ergebnisse zur Waldentwicklung vor. Die Studie schafft Grundlagen zum
Verständnis und zur Erhaltung der vielfältigen Waldfunktionen. Insbesondere
die kritischen Belastungen können ermittelt werden, die als Risikoabschätzung
zum langfristigen Erhalt des Waldes dienen.
Der Nutzen der Studie geht über den Praxisnutzen für die Waldbewirtschaftung
hinaus: Sie ist auch ein wissenschaftliches Frühwarnsystem für das Ökosystem
Wald – sozusagen der Fiebermesser für dessen Zustand. Es ist an uns allen
sowie an der Politik und Wirtschaft, aus den langfristig beunruhigenden
Erkenntnissen die nötigen Konsequenzen zu ziehen.

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