Frühwarnsystem für unseren Wald

Der Wald prägt das Landschaftsbild, bietet Lebensraum für Pflanzen und Tiere und schützt vor Naturgefahren. Er ist wichtiger Energie- und Rohstofflieferant sowie Trink­wasser­reservoir. Wie steht es mit dem grössten und beliebtesten Erholungsraum der Bevölkerung?

Im Auftrag von acht Kantonen und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) veröffentlichte das Institut für Angewandte Pflanzenbiologie (IAP) im Sommer 2013 den vierten Bericht über den Gesundheitszustand unseres Waldes. Während 29 Jahren legte das IAP in einer breit angelegten Studie umfangreiche Messreihen an: auf 143 über die acht Kantone verteilten sowie 36 zusätzlichen, ausserhalb dieser Kantone liegenden, Flächen.

Insgesamt rund 13 500 Fichten, Buchen und Eichen werden jährlich beobachtet. Damit liegen regelmässige, zuverlässige und regionenübergreifende Ergebnisse zur Waldentwicklung vor. Die Studie schafft Grundlagen zum Verständnis und zur Erhaltung der vielfältigen Waldfunktionen. Der Nutzen der Studie geht über den Praxisnutzen für die Waldbewirtschaftung hinaus: Sie ist auch ein wissenschaftliches Frühwarnsystem für das Ökosystem Wald – sozusagen der Fiebermesser für dessen Zustand. Die kritischen Belastungsraten und ihre Überschreitungen können ermittelt werden, um die langfristigen Risiken abzuschätzen.

Beobachtungsflächen